Turnierhundesport (Leichtathletik mit Hund) 


Lore Schröder

Beate Heiss

Andreas Krüger

Ausbilder:
Lore Schröder
Beate Heiss
Andreas Krüger

Übungszeiten Aktive (Turnierteilnehmer):

Donnerstag ab 18:30 Uhr

(Ort: oberer Platz - Sport mit/ohne Hund)

Samstag 14:00 - 15:30 Uhr

(Ort: oberer Platz - Sport mit/ohne Hund)


Übungszeiten Anfänger + Breitensport:

Samstag 15:30 - 16:30 Uhr
(Ort: oberer Platz - inkl. Abbau)

Seit den Anfängen vor über 30 Jahren hat sich der Turnierhundsport inzwischen zu einer festen Größe im Angebot vieler Hundesportvereine entwickelt. Seine passende Kurzbeschreibung dürfte wohl "Leichtathletik mit Hund" lauten. Ein Grund für den Erfolg: THS ist grundsätzlich für Menschen jeden Alters und für Hunde aller Rassen möglich. Eigentlich ist der Turnierhundsport auch Breitensport, so auch die ursprüngliche Bezeichnung dieser seinerzeit "alternativen" Form des Hundesports. Nicht von ungefähr die begriffliche Nähe zu der in den 70er Jahren aufkommenden Trim-Trab-Bewegung. Den Vätern dieser Sportart ist es gelungen, den (Frei-)Zeitgeist dieser Tage mit dem gestiegenen Bedarf an Ausbildungsmöglichkeiten unserer Familienhunde in einer aktiven und attraktiven Freizeitgestaltung zu verschmelzen.

Unter dem Oberbegriff werden, ähnlich wie in der Leichtathletik, eine Reihe von eigenständigen Disziplinen zusammengefasst:

  • Vierkampf, in drei aufeinander aufbauenden Leistungsstufen (VK 1, 2 + 3)
  • Dreikampf
  • Hindernislauf
  • Geländelauf 1000, 2000 und 5000 m
  • CSC - Combinations-Speed-Cup
  • Shorty
  • QSC - Qualifikations-Speed-Cup.

Dieses breit gefächerte Angebot bietet ideale Möglichkeiten zu spontanen, spielerisch aufgebauten sportlichen Handlungen zusammen mit dem Hund. Sport mit dem Hund macht einfach allen Beteiligten Spaß. Turnierhundsport bedeutet aktive Gestaltung der Freizeit und steht für die Begriffe Erholung, sportliche Ertüchtigung, Wettkampferlebnis, Erfolg und Niederlage. Durch differenzierte Anforderungen an das Leistungsvermögen der Teams wird die Hemmschwelle zum Einstieg in den Hundesport drastisch gesenkt und schafft nicht zuletzt auch für unsere Kinder und Jugendlichen eine attraktive Freizeitgestaltung mit Ihren Vierbeinern unter Gleichgesinnten. Kurz gesagt, Hundesport ist die schönste Nebensache der Welt.

Die einzelnen Übungen haben messbare Leistungsanforderungen und sind dem natürlichen Lernverhalten und dem Leistungsvermögen von Hund und Halter angepasst. Das schönste ist, alle Disziplinen des Turnierhundsports sind so aufgebaut, dass sie mit Hunden aller Größen und Veranlagung ausgeführt werden können. Da der Mensch ebenfalls sportlich sein sollte, gibt es für diesen, wie in der Leichtathletik Altersklassen und Geschlechtertrennung in einer nach oben offenen Wertungsskala. Unter dem Motto "Fit und gesund, durch Sport mit dem Hund" vereint der Turnierhundsport heute das gesamte Spektrum vom Breitensport bis hin zum Spitzen-(Hunde)sport.

Vierkampf
Die Königsdisziplin in dieser Sportart oder anders gesagt: was der Zehnkampf in der Leichtathletik darstellt, ist der Vierkampf im Bereich Turnierhundsport. Insgesamt gehören die Übungsteile: Gehorsam, Hindernislauf, Slalom und Hürdenlauf zu dieser Art Körperertüchtigung für Mensch und Hund.

Gehorsamsübung
  • Ohne Gehorsam läuft im Hundesport gar nichts, also gehören zum Beispiel die Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz- und Platzübung und beim VK 2 + 3 auch die Stehübung selbstverständlich als ein Übungsteil zum Vierkampf.

Hürdenlauf
  • Der Hürdenlauf verlangt vom Hundesportler gleich zwei Anforderungen: Schnelligkeit und Schnellkraft. Während wir als Menschen dieses trainieren müssen, bringt der Hund solche Voraussetzungen in aller Regel schon mit. Im Vierkampf 1 + 2 haben Hund und Hundeführer eine 60 Meter lange Sprintstrecke gemeinsam und parallel zu bewältigen, wobei der Hund vier Hürden in Höhe von 30 Zentimetern zu überwinden hat. Der Hürdenlauf des Vierkampf 3 besteht aus einem Durchgang auf einer Strecke von 80 Metern mit insgesamt 6 Hürden in einer Höhe von 40 cm. Die Anforderungen an die Sportlichkeit des Hundeführer werden hier gesteigert. Ja und da können beide Fehler machen, Zeit- wie Gerätefehler. Hundeführer und Hund müssen auch hier zeigen, dass sie ein Team sind.

Slalomlauf
  • Es ist schon faszinierend, sich das gekonnte Zusammenspiel von Herrchen/Frauchen und Hund anzuschauen, wenn sie gemeinsam den je nach Vierkampfklasse 55 - 75 Meter langen und in den Slalomtoren 1,40 Meter breiten Zick-Zack-Kurs bewältigen. Um Strafpunkte zu vermeiden, müssen Hundeführer und Hund die Tore passieren und keine Stange auslassen. Zwei Wertungsdurchgänge fließen in die Ergebnisermittlung ein.
 

Hindernislauf
  • Auch diese Strecke ist 75 Meter lang, aber wie zum Beispiel eine Joggingstrecke mit Hürde, Schrägwand, Tunnel, einem 65 Zentimeter hohen Laufdiel, Reifen, Hoch-Weit-Sprung, erklettern oder durchkriechen die Hunde diese, der Hundeführer darf hingegen neben den Geräten laufen. Kaum zu glauben, aber trotz aller zu überwindenden Hindernisse ist der Hund meistens noch eher am Ziel als Herrchen/Frauchen und die ringen - dort angekommen - ganz schön nach Luft, spätestens nach dem zweiten Wertungsdurchgang.

CSC - Combinations-Speed-Cup
Wenn ein CSC-Parcours aufgebaut wird, gibt es richtige Wettkampfstimmung. Drei Hundeführer sind mit ihren Hunden am Start. Hier geht es um Tempo, Gehorsam, Sozialverträglichkeit der Hunde - trotz hoher Anspannung - und um Führigkeit. Der Parcours ist in drei Sektionen aufgeteilt, gespickt mit Hindernissen, Slalomtoren und Wendestangen und jeder Hundeführer steht mit seinem Hund an der ihm zugewiesenen Startposition und darf dort erst loslaufen, wenn der vorherige Läufer sein Ziel erreicht hat. Ähnlich den Staffelläufen in der Leichtathletik, jedoch ohne Staffelübergabe, laufen die Spielregeln des CSC.

 

Shorty
Diese Form des Wettkampfes lässt sich am besten als Kurzbahn des CSC bezeichnen. Zwei sich parallele Hindernisbahnen stellen die Anforderung an die Teams dar. Durch die im Gegensatz zum CSC reduzierte Grundanforderung an den Ausbildungsstand von Hund und Hundeführer wird auch mit dem Shorty die Hemmschwelle zum Einstieg in den Wettkampfsport nach unten verschoben. Auf der anderen Seite eignet sich der Shorty, bedingt durch den geringen Platzbedarf des Parcours, auch für die Durchführung in Hallen.

QSC - Qualifikations Speed Cup
Eine weitere Variation des Themas Turnierhundesport wird mit dem QSC demonstriert. Zwei Teams Mensch/Hund kämpfen auf parallelen, baugleichen Hindernisparcours um den Sieg. Im k.o.-System Sieger gegen Sieger, wird so der Tagesbeste ermittelt. Spätestens bei dieser Disziplin wird nicht nur von den Teilnehmern körperliche Fitness verlangt. Das Publikum als leistungsförderndes Element ist aus dem Turnierhundesport nicht wegzudenken. Schon manch einer kam heiser nach Hause.